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Interview mit Annemarie Kraus

Annemarie engagiert sich ehrenamtlich für den Verein Aktion Leben. Das Wissen, dass sie mit ihrer Arbeit jungen Müttern in schwierigen Situationen helfen kann, motiviert sie. Im Interview erzählt sie über ihre Aufgabenbereiche und erinnert sich unter anderem an ein prägendes Ereignis zurück.


Was sind Ihre Aufgaben im Verein, bei welchen Projekten wirken Sie mit?
Derzeit helfe ich bei Aussendungen mit, d.h. ich unterstütze beim Kuvertieren von Dankschreiben oder Spendenaufrufen. Zu Beginn meiner Tätigkeit beim Verein habe ich Kleidungsspenden sortiert und auch an Klientinnen ausgegeben. Damals habe ich auch privat Geld gesammelt und fehlende Erstlingswäsche gekauft. Außerdem habe ich lange Zeit beim Flohmarkt mitgearbeitet.
 
Sie engagieren sich ehrenamtlich für Aktion Leben Salzburg, was motiviert Sie dazu, Ihre Zeit dem Verein zu widmen?
Mich motiviert, dass ich mit meinem Engagement einen Verein unterstütze, der Frauen, die vor der Entscheidung "Kind JA oder NEIN" stehen, so begleitet, dass sie zu ihrem Kind JA sagen können. Mir ist es immer gut gegangen. Ich habe vier gesunde Kinder und möchte im Leben etwas zurückgeben.


Wie wurden Sie auf die Möglichkeit aufmerksam, im Verein ehrenamtlich 
mitzuwirken?
Die Debatte um die Fristenlösung in den 70er-Jahren hat mein Interesse geweckt. Aus dem Glauben heraus ist es mir wichtig, den Wert des Lebens zu würdigen. Durch einen Zeitungsartikel wurde ich auf den Verein aufmerksam. Ich bin zu der Adresse in der Hellbrunner Straße gegangen und habe gefragt, ob und wie ich helfen kann.
 


Warum haben Sie sich ausgerechnet für die Aktion Leben entschieden, um sich sozial zu engagieren? Warum halten Sie die Arbeit des Vereins für so wertvoll?
Aktion Leben Salzburg ist ein Verein, der für das Leben eintritt, und das war und ist mir wichtig. Selbst in der heutigen Zeit, wo wir bzw. die meisten von uns im Wohlstand leben, gibt es Frauen und Familien, die von Armut betroffen sind und Unterstützung brauchen. Und diese Unterstützung bekommen sie bei Aktion Leben Salzburg.


Was ist das Schöne an der Zusammenarbeit mit Familien/Eltern/Müttern?
Früher, als ich noch in der Ausgabe der Kindersachenbörse tätig war, war es schön zu sehen, mit welcher Freude die werdenden Mütter sich die Sachen aus der Kindersachenbörse aussuchen.
Darüber hinaus ist der Austausch mit Kolleginnen bereichernd. Vor allem der Zusammenhalt im Team und die soziale Vernetzung sind mir wichtig.
 
Gibt es ein Erlebnis oder eine Begegnung, die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?
Ja, das Hochwasser im Keller. Nach einem starken Regenfall gab es Hochwasser im Keller, wo die Sachspenden gelagert wurden. Die Kinderartikel und Babykleidung sind im Hochwasser geschwommen. Das war schlimm mitanzusehen. Meine Kollegin und ich haben die Sachen gewaschen, die noch zu retten waren, vieles mussten wir leider wegwerfen.
 
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