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Interview mit Sabine Zwicklhuber

Sabine Zwicklhuber hat viele Jahre ehrenamtlich für den Verein Aktion Leben in Salzburg gearbeitet. Mittlerweile ist sie fest angestellt und unterstützt die Kindersachenbörse tatkräftig. Im Interview erzählt sie von der Unterstützung, die die Aktion Leben jungen Müttern entgegenbringt und berichtet von einem eindrucksvollen Erlebnis mit einer Klientin.


Was hat Sie dazu bewogen eine ehrenamtliche Tätigkeit anzustreben?
Ich wollte meine Fähigkeiten im Umgang mit Menschen sinnvoll nutzen. 
 
Was genau sind Ihre Aufgaben rund um den Verein?
Ich sortiere die abgegebenen Sachspenden und bereite diese für die Ausgabe vor. Einmal in der Woche haben wir einen Ausgabetag, an dem unsere KlientInnen die benötigten Babysachen aus einem Fundus selbst aussuchen können. 
 
Welche Unterstützungen bringt der Verein jungen Müttern entgegen?
Unsere Klienten bekommen sowohl eine fachliche als auch, wenn nötig, eine rechtliche Beratung und werden mit allem versorgt, was rund ums Baby benötigt wird. (Kleidung, Kinderwagen, Gitterbett, Pflegeartikel …)
 
Aktion Leben bietet eine Kindersachenbörse für finanziell schwächere Familien an, wie erleben Sie die Reaktionen der Mütter? Wie wird diese Aktion angenommen?
Die Aktion wird grundsätzlich gut angenommen. Die Reaktionen sind breit gefächert – von Scham über sehr dankbar bis hin zu fordernd. Die Herausforderung besteht darin, unseren Klienten auf Augenhöhe zu begegnen und jeden so zu nehmen, wie er ist. Dies erfordert sehr viel Einfühlungsvermögen aber auch Standhaftigkeit und Konsequenz. Unser Angebot ist sehr vielfältig, muss aber nicht in vollem Umfang angenommen werden. 


Was macht Ihnen an Ihrer Arbeit besonders viel Spaß?
Es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen und öffnet mir den Blick für fremde Kulturen und die Schattenseiten des Lebens. Bei der Ausgabe schließt sich der Kreis: Die sortierten Sachspenden gelangen dorthin, wo sie benötigt werden.
 
Gibt es ein Erlebnis oder eine Begegnung, die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?
Eine Begegnung ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Ich bin im Zuge der Ausgabe mit einer Mutter ins Gespräch gekommen, die auch, so wie ich, Zwillinge hat. Ihre Kinder sind unter schwierigsten Bedingungen auf die Welt gekommen und brauchen enorme Unterstützung. Sie hat mir den herausfordernden Alltag mit ihren Kindern und die gegenseitige Hilfestellung der Zwillinge so liebevoll geschildert als wäre es die normalste Sache der Welt.
 
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