dm Miteinander - Für eine bessere Welt

Hands on Mentoring für lehrstellensuchende Jugendliche

Seit 2016 begleitet das Wiener Mentoring-Programm mit rund 60 ehrenamtlichen Helfenden junge Menschen zwischen 14 und 26 Jahren auf dem Weg in Lehre, Arbeit oder Ausbildung.
Wie können Menschen mit Migrationshintergrund den Weg ins Berufsleben finden? Diese und ähnliche Fragen stellt sich das Projekt Hands on Mentoring. Erfahrene freiwillige Helfende stehen jungen Menschen, die selbständig keine Lehrstelle oder Arbeit finden, als Mentor zur Seite – ein Jahr lang, Woche für Woche, individuell und auf Augenhöhe.

Das Herzstück im Mentoring-Programm der Erzdiözese Wien ist die persönliche Beziehung zwischen freiwillig Engagierten und jungen Menschen: 90 Minuten wöchentlich über ein Jahr lang. Das Ziel: eine Lehrstelle oder eine Arbeit finden und mangelnde Sprachkenntnisse und fehlende (formale) Bildungsabschlüsse gezielt entgegen wirken.
Themen in den wöchentlichen Treffen sind Bewerbungsunterlagen, Vorstellungsgespräche, berufliche Orientierung, aber auch Stabilisierung im Alltag ist gefragt.
Für die Aus- und Weiterbildung der Mentees werden weitere Veranstaltungen angeboten und umgesetzt: Zwei Job-Speeddating-Events pro Jahr mit namhaften Unternehmen, Digital-Literacy-Schulungen für junge Frauen, um Zugang zu Technik- und IT-Berufen zu eröffnen, Workshops zu Recht und systemischer Beratung und kostenlose Supervision und Intervision für Mentees.

Aktuell engagieren sich rund 60 Freiwillige. Nach einem Erstgespräch mit der Projektleitung folgt eine Einschulung, danach geht es in die aktive Betreuung. Die Begleitung der Mentees im Alter von 14 bis 26 Jahren erfordert ein besonderes Maß an Expertise, weshalb Mentoren regelmäßige Workshops zu fachlichen und methodischen Themen besuchen, Supervision und Intervision zur Reflexion belastender Situationen üben lernen, Einzelfeedbackgespräche zur Qualitätssicherung umsetzen und einer kontinuierlichen Weiterbildung in der Freiwilligenkoordination unterliegen.

Das Modell ist modular aufgebaut und auf andere Kontexte übertragbar – etwa auf Schulen, offene Jugendarbeit, Arbeitsmarktintegration oder Frauenprojekte. Geplant sind eine standardisierte Wirkungsdokumentation, der Aufbau eines Multiplikatoren-Modells für andere Bundesländer sowie der weitere Ausbau gendersensibler Mentoring-Formate.

 

Kontakt

Erzdiözese Wien
Hands on Mentoring
Währinger Straße 2-4/22
1090 Wien
Zurück zur Blog-Übersicht

Alle Beiträge