Die Nutzung digitaler Geräte ist in vielen Bereichen des Alltags selbstverständlich geworden – von der Kommunikation über organisatorische Aufgaben bis hin zum Zugang zu wichtigen Dienstleistungen. Gleichzeitig stehen viele ältere Menschen vor Herausforderungen im Umgang mit Smartphone, Laptop oder Tablet. Das Projekt „Handy, Laptop & Co.“ des Diakoniewerks setzt genau hier an und bietet Unterstützung für einen sicheren und selbstständigen Umgang mit digitalen Technologien.
Ziel des Projekts ist es, älteren und digital unerfahrenen Menschen den Zugang zur digitalen Welt zu erleichtern. Dabei stehen niederschwellige, kostenlose und wohnortnahe Angebote im Vordergrund. Digitale Kompetenzen werden nicht nur vermittelt, sondern gemeinsam erarbeitet – individuell, praxisnah und orientiert an den Bedürfnissen der Teilnehmenden. So trägt das Projekt dazu bei, Selbstständigkeit im Alltag zu stärken und soziale Teilhabe zu fördern.
Ein zentraler Bestandteil ist die persönliche 1:1-Unterstützung durch freiwillig Engagierte. In diesen Einzelbegleitungen lernen die Teilnehmenden Schritt für Schritt den Umgang mit ihren Geräten – zum Beispiel beim Versenden von Fotos, beim Schreiben von E-Mails oder beim Videotelefonieren. Im Fokus stehen neben technischen Fähigkeiten vor allem Sicherheit im Umgang mit digitalen Anwendungen und der Abbau von Unsicherheiten.
Ergänzt wird dieses Angebot durch regelmäßige IT-Sprechstunden an verschiedenen Standorten. In Wohnquartieren und Bewohnerservicestellen erhalten Interessierte unkompliziert Unterstützung bei konkreten Fragen. Die direkte Beratung vor Ort ermöglicht es, individuelle Anliegen gezielt aufzugreifen und Lösungen gemeinsam zu erarbeiten.
Darüber hinaus gibt es Gruppenangebote und Veranstaltungen, die häufig in Kooperation mit Schulen, Vereinen oder Jugendgruppen stattfinden. Diese Formate fördern den Austausch zwischen Generationen: Jüngere Menschen geben ihr Wissen weiter, während gleichzeitig neue Begegnungen entstehen und gegenseitiges Verständnis gestärkt wird.
Das Projekt ist in mehreren Regionen Salzburgs aktiv und bietet damit eine breite, wohnortnahe Unterstützung. Durch die Kombination aus individueller Begleitung, offenen Sprechstunden und Gruppenangeboten konnte eine stabile Angebotsstruktur aufgebaut werden, die regelmäßig genutzt wird.
Zu den zentralen Wirkungen zählen:
Durch den gezielten Einsatz digitaler Bildung leistet das Projekt einen Beitrag dazu, dass ältere Menschen aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.
Das Projekt basiert wesentlich auf dem Engagement freiwilliger Helferinnen und Helfer. Sie bringen ihr Wissen ein und unterstützen in Einzelbegleitungen, Sprechstunden oder Gruppenformaten. Dabei können sich Menschen unabhängig von Alter oder beruflichem Hintergrund einbringen, sofern sie über grundlegende digitale Kenntnisse verfügen.
Gleichzeitig profitieren auch die Freiwilligen selbst: Der Austausch mit den Teilnehmenden schafft neue Perspektiven, stärkt soziale Kompetenzen und fördert den generationenübergreifenden Dialog.
Trotz des Erfolgs steht das Projekt vor mehreren Herausforderungen. Dazu zählen insbesondere die langfristige Finanzierung sowie die Gewinnung und Bindung freiwilliger Unterstützerinnen und Unterstützer. Auch bestehende Unsicherheiten im Umgang mit digitalen Technologien sowie Fragen der digitalen Sicherheit bleiben wichtige Themen in der Arbeit mit der Zielgruppe.
In der Weiterentwicklung liegt ein Fokus auf dem regionalen Ausbau des Angebots sowie auf der inhaltlichen Erweiterung – etwa im Bereich digitaler Verwaltungs- und Gesundheitsservices. Ziel ist es, die digitale Selbstständigkeit der Teilnehmenden weiter zu stärken und den Zugang zu wichtigen Alltagssystemen zu erleichtern.
„Handy, Laptop & Co.“ zeigt, wie durch gezielte Unterstützung, freiwilliges Engagement und praxisnahe Lernangebote digitale Teilhabe gefördert werden kann. Das Projekt schafft konkrete Zugänge zur digitalen Welt und trägt dazu bei, dass auch ältere Menschen sicher und selbstbestimmt in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft agieren können.