Die Nachbarschaftshilfe Plus Burgenland ist in sieben Gemeinden des Burgenlandes aktiv. Sie hilft älteren Menschen ab 60 Jahren dabei, möglichst lange selbstständig und mit guter Lebensqualität in ihrem eigenen Zuhause leben zu können. Seit 2014 werden dafür soziale Dienste koordiniert. Hilfe wird niederschwellig, alltagsnah und persönlich organisiert. Es geht neben der Erledigung von Besorgungen auch um soziale Teilhabe.
Im Mittelpunkt von Nachbarschaftshilfe Plus stehen die Freiwilligen, die in den Gemeinden vielfältige soziale Dienste übernehmen. Dazu gehören Fahr- und Begleitdienste, zum Beispiel zu Ärztinnen und Ärzten, Behörden oder zum Einkaufen. Auch Besorgungsservices, bei denen Einkäufe oder Medikamente nach Hause gebracht werden, gehören zum Freiwilligen Angebot. Besuchs- und Telefonbesuchsdienste für Gespräche - zum gemeinsamen Bankerlsitzen - , zusammen Karten spielen oder einfach ein offenes Ohr haben, sind andere wertvolle Aufgaben, die Freiwillige übernehmen. ktuell engagieren sich rund 400 Freiwillige in den sieben Projektgemeinden Lackenbach, Stoob, Kobersdorf, Markt Allhau, Pinkafeld, Mischendorf und Loipersdorf-Kitzladen. Unterstützt wird dieses Engagement von sechs Teilzeitangestellten, einer Geschäftsführung, Vereinsfunktionären und den Bürgermeistern der Gemeinden.
So wächst aus vielen kleinen Hilfen ein Netzwerk, das weit über praktische Unterstützung hinausgeht.
Die Freiwilligen sind versichert, erhalten einen Fahrtspesenersatz, werden in ihrer Tätigkeit gut begleitet und können Weiterbildungsangebote nutzen. Genau diese Mischung aus Offenheit und professionellem Rahmen macht das Projekt so tragfähig. Es unterstützt nicht nur ältere Menschen, sondern stärkt auch das soziale Netz der Gemeinden insgesamt. Dass sich über das Projekt sogar Zugezogene gut in die Gemeinden integrieren, zeigt zusätzlich, wie stark freiwilliges Engagement hier auch Gemeinschaft und Zusammenhalt fördert. Seit dem Start wurden bereits 98.000 Hilfen koordiniert.