Winzig klein, großes Problem
Unter Mikroplastik versteht man wasserunlösliche, schwer abbaubare Kunststoffpartikel kleiner 5mm. Die Ursprünge sind vielfältig. Allgemein wird zwischen sekundärem und primärem Mikroplastik unterschieden.
Sekundäres Mikroplastik entsteht, wenn größere Kunststoffteile wie Verpackungen zerfallen. Auch Fasern, die sich beim Waschen von synthetischer Kleidung lösen, sowie Reifenabrieb gehören dazu.
Primäres Mikroplastik wird hingegen bereits in kleiner Größe hergestellt, zum Beispiel als Grundmaterial für die Kunststoffproduktion.
Darüber hinaus gibt es wasserlösliche, synthetische Polymere, die oft vereinfacht als „flüssiges Mikroplastik“ bezeichnet werden. Im Gegensatz zu festen Partikeln sind sie flüssig oder gelartig und werden in Produkten zum Beispiel als Verdickungsmittel eingesetzt, um die Produktqualität zu verbessern. Aufgrund ihrer Wasserlöslichkeit verhalten sie sich in Kläranlagen anders als festes Mikroplastik. Ihre Auswirkungen auf die Umwelt sind jedoch noch nicht abschließend geklärt.
Unser Engagement gegen Mikroplastik
Das EU-Mikroplastikverbot aus dem Jahr 2023 schafft schrittweise einen einheitlichen Standard. Unserem Prinzip, vorausschauend zu handeln, sind wir dabei treu geblieben, denn unser Engagement für umweltfreundlichere Rezepturen begann schon viel früher.
Bereits 2014 haben wir Mikroperlen in aus- und abwaschbaren Körper- und Zahnpflegeprodukten durch natürliche Rohstoffe ersetzt. 2017 gingen wir einen Schritt weiter und begannen, wo immer es möglich ist, auch wasserlösliche synthetische Polymere aus den Rezepturen unserer Eigenmarken zu entfernen.
Manchmal sind synthetische Polymere noch entscheidend für die gewünschte Wirkung eines Produkts. So gibt es beispielsweise bei der Wasserfestigkeit von Sonnenschutzmitteln oder dem Verfärbungsschutz bei Waschmitteln heute noch keine gleichwertigen natürlichen Alternativen. Wir arbeiten jedoch kontinuierlich daran, auch hierfür sichere und umweltverträgliche Lösungen zu finden.
Auch den Faserabrieb unserer Mikrofasertextilien haben wir im Blick. Bei unseren dm-Marken setzen wir verstärkt auf innovative Methoden wie Ultraschallschweißen und die Verwendung von Overlock-Nähmaschinen sowie Bordüren und Einfassungen.
Kennzeichnung für Transparenz
Um unseren Kunden die Orientierung zu erleichtern, haben wir 2019 eine Kennzeichnung für unsere dm Marken Artikel eingeführt. Diese Produkte enthalten weder feste, wasserunlösliche Kunststoff-Mikropartikel noch wasserlösliche, synthetische Polymere.
Zum Schutz vor Greenwashing hat die EU die Regeln für Umweltaussagen verschärft. Da davon auch Auslobungen in Siegelform betroffen sind, setzen wir diese Vorgabe selbstverständlich um und verzichten auf die Kennzeichnung auf der Verpackung.
An der bewährten Rezeptur unserer Produkte ändert sich dadurch nichts. Unser Versprechen, auf feste Mikropartikel und wasserlösliche synthetische Polymere zu verzichten, wo immer es möglich ist, gilt weiterhin.