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Das Prinzip der doppelten Wesentlichkeit
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Wesentlichkeitsanalyse

Das Prinzip der doppelten Wesentlichkeit

Bei dm werden ökologische, soziale und wirtschaftliche Themen im Rahmen der Unternehmensstrategie betrachtet. Grundlage dafür ist unter anderem die Wesentlichkeitsanalyse nach ESRS. Im Geschäftsjahr 2023/24 wurde die zuvor von dm Deutschland erstellte Wesentlichkeitsanalyse überarbeitet – im Einklang mit den neuen Anforderungen der European Sustainability Reporting Standards (ESRS) und erstmals unter Einbeziehung aller 14 Länder der dm Gruppe. Der Fokus liegt dabei auf der sogenannten doppelten Wesentlichkeit. Doch was bedeutet das eigentlich – und welche Themen stehen bei dm dabei besonders im Vordergrund?

Was ist eine Wesentlichkeitsanalyse?

Eine Wesentlichkeitsanalyse hilft Unternehmen dabei, relevante ökologische, soziale und wirtschaftliche Themen zu identifizieren. Gemeint sind Themen, die nach den Bewertungskriterien der Analyse für das Unternehmen, Umwelt oder Gesellschaft als wesentlich eingestuft werden. Die Wesentlichkeitsanalyse bildet eine Grundlage für die strukturierte Weiterentwicklung von Strategien, Zielen und Maßnahmen sowie für die Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Einfach vs. doppelt: Der Unterschied der Wesentlichkeitsansätze

Einfache Wesentlichkeitsanalyse
Betrachtet wird nur die Inside-out-Perspektive – also die Auswirkungen, die ein Unternehmen durch seine Geschäftstätigkeit auf Umwelt und Gesellschaft hat. Diese Perspektive war lange Zeit der Standard in der Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Doppelte Wesentlichkeitsanalyse
Der erweiterte Ansatz umfasst zusätzlich die Outside-in-Perspektive. Das bedeutet, dm analysiert auch, wie sich ökologische, soziale und wirtschaftliche Entwicklungen auf das Unternehmen selbst auswirken – beispielsweise durch Klimarisiken, regulatorische Änderungen oder gesellschaftlichen Wandel.

Die doppelte Wesentlichkeit ist ein Kernbestandteil der ESRS und zukünftig verpflichtend für viele Unternehmen innerhalb der EU.

So geht dm bei der doppelten Wesentlichkeitsanalyse vor

Für die aktualisierte Wesentlichkeitsanalyse für das Geschäftsjahr 2023/24 hat dm mehrere Arbeitsschritte durchgeführt:

Betrachtung des eigenen Geschäftsbereichs sowie relevanter Wertschöpfungsketten:
Neben dem eigenen Geschäftsbereich wurden relevante vor- und nachgelagerte Bereiche der Wertschöpfungsketten in die Analyse einbezogen.

Quantitative Bewertung:
Auswirkungen, Risiken und Chancen wurden anhand einer Fünferskala bewertet – bezogen auf Ausmaß, Eintrittswahrscheinlichkeit, Reichweite und Umkehrbarkeit.

Einbindung aller Unternehmensbereiche:
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen dm Ländern sowie das Integritäts- und Risikomanagement waren direkt beteiligt.

Einbeziehung von Stakeholder-Ergebnissen:
Ergebnisse aus der Befragung im Geschäftsjahr 2021/22 wurden überprüft und einbezogen.

Abstimmung mit der Wirtschaftsprüfung:
Die finale Freigabe erfolgte nach Vorstellung der Ergebnisse bei der Geschäftsführung im Sommer 2024.

Die wesentlichen Themen bei dm

Auf Grundlage der doppelten Wesentlichkeitsanalyse wurden für die dm Gruppe zentrale Themen identifiziert und neu gruppiert. Einige Themen blieben erhalten, andere kamen aufgrund neuer regulatorischer Anforderungen hinzu. Die ESRS-Standards, die Abkürzung steht für “European Sustainability Reporting Standards”, unterteilen sich in drei Säulen. Inhaltlich stehen diese Säulen für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (Englisch: Environmental, Social, Governance, kurz: ESG). Die 10 Themen aus diesen Säulen werden dem dm Orientierungsmodell “Windrad der Zukunftsfähigkeit” zugeordnet. Sie dienen als Grundlage für die Weiterentwicklung von Strategien, Zielen und Maßnahmen innerhalb der dm Gruppe.
Die identifizierten Themen sollen schrittweise durch Teilstrategien und messbare Ziele konkretisiert werden. Im jährlichen Ziel- und Planungsprozess prüft die Geschäftsführung die Fortschritte und nimmt bei Bedarf Anpassungen vor.

Fazit

Mit der doppelten Wesentlichkeitsanalyse schafft dm eine Grundlage, um ökologische, soziale und wirtschaftliche Themen strukturiert in Strategie- und Berichtsprozesse einzubeziehen. Die Analyse basiert auf definierten Bewertungskriterien, internen Einschätzungen und einbezogenen Stakeholder-Ergebnissen. Die Ergebnisse der Analyse fließen in die Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie ein.