Qualität ist kein Zufallsprodukt
Auswirkungen, Risiken und Chancen
Die Qualität und Sicherheit der dm Marken-Produkte ist eine gemeinsame Verantwortung von dm und den jeweiligen Herstellpartnern. Ziel ist es, Erwartungen der Kundschaft nicht nur zu erreichen, sondern – wo möglich – zu übertreffen. Hohe Qualität stärkt Vertrauen und fördert die Bindung an die Marke. Dies eröffnet gleichzeitig wirtschaftliche Chancen: Zufriedene Kundinnen und Kunden kaufen häufiger erneut ein, wodurch die Reputation des Unternehmens positiv beeinflusst wird.Hohe Qualitätsstandards, definierte Anforderungen an Rohstoffe und ein langfristig angelegter Produktentwicklungsprozess leisten dafür einen wichtigen Beitrag. Langfristig kann ein konsequent angewandtes Qualitätsmanagement helfen, Risiken zu vermeiden, beispielsweise bei möglichen Verunreinigungen oder fehlerhaften Lieferketten.
Strategie, Ziele und Maßnahmen
Neue oder erhöhte Anforderungen an die Qualität von Produkten werden frühzeitig beobachtet, bewertet und in Zusammenarbeit mit Herstellpartnern umgesetzt – einschließlich solcher Anforderungen, die über gesetzliche Vorgaben hinausgehen. Das Qualitätsmanagement für die dm Marken-Produkte ist in Deutschland angesiedelt und fungiert als zentrale Schaltstelle zwischen internem Produktmanagement und den produzierenden Partnern.
Grundlage ist ein langfristig angelegter Verbesserungsprozess. Ziel ist es, dm Marken-Produkte stets sicher, hochwertig und entsprechend aktueller Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen weiterzuentwickeln. Dieser Anspruch gilt sowohl für einzelne Produkte als auch für übergeordnete Entwicklungen innerhalb der Marke. Dazu zählen Qualitätsrichtlinien, Auswahl von Rohstoffen, technische Anforderungen und Kooperationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Qualität als entscheidender Unterschied
Die Qualitätsanforderungen für dm Marken-Produkte werden regelmäßig aktualisiert. Ein speziell zuständiges Fachteam entwickelt Vorgaben, die über gesetzliche Mindeststandards hinausgehen. Dazu gehören beispielsweise Listen bevorzugter Stoffe oder Ausschlusskriterien für unerwünschte Substanzen. Um fundierte Entscheidungen treffen zu können, werden wissenschaftliche Erkenntnisse und Risikobewertungen fortlaufend beobachtet.
Im Fokus stehen dabei nationale und europäische Institutionen, etwa das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) sowie die Europäische Chemikalienagentur (ECHA). Kundeninteressen fließen über Monitoring von Bewertungen, Reklamationen und Marktbeobachtung ein. Zusätzlich erfolgt fallweise Beratung über ein externes Expertennetzwerk.
Verantwortungsvolle Auswahl der Herstellpartner
Herstellpartner verpflichten sich zur Lieferung sicherer und hochwertiger Produkte. Die Auswahl erfolgt gemäß dm-spezifischen Kriterien. Für die jeweilige Produktgruppe müssen häufig internationale Sicherheitsstandards und Zertifizierungen vorliegen. Dazu zählen beispielsweise IFS-Zertifizierungen (International Featured Standards) und BRCGS-Standards (Brand Reputation through Compliance Global Standards). Viele dieser Anforderungen sind vertraglich festgelegt und werden regelmäßig durch unabhängige Prüfstellen kontrolliert.
Darüber hinaus müssen Herstellpartner sicherstellen, dass Qualitätsvorgaben entlang wertschöpfungsrelevanter Prozesse eingehalten werden – von der Rohstoffgewinnung über den Transport bis zur Verarbeitung und Verpackung. Jeder Partner bringt eigene Erfahrung und ein individuelles Kontrollsystem ein. Zusätzlich wird die Einhaltung der Vorgaben durch ein datenbankgestütztes Eigenkontrollsystem überprüft.
Audits, Prüfberichte, Werksbesichtigungen und Laboranalysen dienen dazu, Risiken früh zu erkennen und Verbesserungen anzustoßen. Beim Besuch vor Ort begleitet das dm-Qualitätsteam Auditorinnen und Auditoren oftmals persönlich, um einen direkten Einblick in Fertigungsschritte zu erhalten und Austausch auf Augenhöhe zu pflegen.
Unabhängige Prüfungen und Rückrufmanagement
Neben Audits finden zusätzliche Prüfungen während des gesamten Produktlebenszyklus statt. Unabhängige, akkreditierte Prüfstellen untersuchen Proben und bewerten sie anhand definierter Kriterien. Die Auswahl der Prüfparameter erfolgt risikobasiert und orientiert sich an dm-internen Standards. Sollte ein Produkt nicht den Anforderungen entsprechen, kann rasch reagiert werden.
Im Geschäftsjahr 2021/22 wurden vorsorglich sechs Artikel zurückgerufen, ebenso 2022/23. Im Geschäftsjahr 2023/24 war kein Rückruf erforderlich. Häufige Rückrufursachen sind Fremdkörper, mikrobiologische Auffälligkeiten oder Allergenspuren. Nach einem Rückruf erfolgt ein enger Austausch mit dem betreffenden Partner, um Maßnahmen zu definieren und ein erneutes Auftreten zu vermeiden.
Weiterentwicklung durch Feedback und Forschung
Kundenerwartungen verändern sich kontinuierlich – genauso wie Qualitätsanforderungen des Unternehmens. Produktbewertungen, Rückmeldungen aus Reklamationen, Erkenntnisse aus Studien oder Bewertungen unabhängiger Institute fließen in Verbesserungen ein. Externe Tests, wie jene der Stiftung Warentest oder Öko-Test AG, dienen als zusätzlicher Maßstab. Ergebnisse werden analysiert und, falls sinnvoll, zur Optimierung genutzt.
Ziel bleibt, hohe Testergebnisse zu erzielen und die positive Entwicklung der Marke fortzuführen.
Qualität als laufende Aufgabe
Qualitätsmanagement ist kein statischer Zustand, sondern ein fortlaufender Prozess. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse, gesellschaftliche Erwartungen oder gesetzliche Anforderungen führen dazu, dass Produkte stetig weiterentwickelt werden.
Weiterentwicklung bedeutet hierbei auch, Rezepturen bei Bedarf an neue wissenschaftliche Erkenntnisse, Qualitätsanforderungen und regulatorische Vorgaben anzupassen sowie mögliche Risiken frühzeitig zu identifizieren. So entsteht ein System, das dauerhaft Sicherheit schafft, Transparenz fördert und Vertrauen stärkt.
Qualität wird so zu einem relevanten Unterscheidungsmerkmal im Markt – und zu einem zentralen Anspruch, an dem sich dm Marken messen lassen.